21.01.2008 Kunsu Shim "trace, elements" spielen

Die Partituren von „trace, elementsg von Kunsu Shim sehen sehr einfach aus.
Sie gut aufzuführen, ist aber nicht einfach.
Eine der Schwierigkeiten des Vierhändigspiels kann man in diesen Werken deutlich hören.
Den gleichzeitigen Anschlag zu schaffen ist für alle Klavierduos eine unvermeidliche Aufgabe.
Alle 25 Akkorde von „trace, elementsg müssen von zwei Spielern gleichzeitig angeschlagen werden,
und zwar in einem 5-8 Sekunden-Puls.
Wir haben entschieden, dass Kozue immer den Einsatz gibt.
Doch nur durch ihren Einsatz allein konnten wir aber am Anfang nicht genau zusammenspielen,
weil ein gemeinsamer Puls fehlte.
Wir mussten - ohne laut zu zählen - unbedingt einen gleichen Puls haben.
Um dies zu schaffen, haben wir einfach so lange und so viel geprobt, bis wir das Gefühl hatten,
dass unserer Puls gleich geworden ist, und wir so gleichzeitig anschlagen konnten.

TRACEELEMENTSSPIELEN1

Auch eine Idee von Kunsu hat uns geholfen: Nämlich mit Armbewegungen zu spielen.
Bei der ersten Probe mit ihm haben wir versucht,
nach jedem Klang unsere Arme in die Luft schwingen zu lassen.
Dabei haben wir uns vorgestellt, dass der Wind abgefallene Blätter aufwirbelt,
oder dass ein Wassertropfen auf die Wasserfläche fällt und spritzt,
und dass nachher nur die Ringe auf dem Wasser übrig bleiben.
Durch solch einen Versuch konnten wir nicht nur das Problem des gleichzeitigen Anschlags lösen,
sondern auch eine noch bessere Klangvorstellung entwickeln.

TRACEELEMENTSSPIELEN2

Um unsere klanglich Vorstellung zu verwirklichen,
fehlte uns aber noch ein gut ausbalancierter Klang.
Dafür ist es notwendig, dass alle 20 Finger sehr bewusst anschlagen.
Aber da wir als Pianisten immer auf verschiedenen Instrumente spielen müssen,
bleibt dies weiter eine unserer wichtigesten Aufgaben.

TRACEELEMENTSSPIELEN3

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